Schon seit einiger Zeit ist klar: Banken dürfen für Ver­brau­cher­kre­di­te grund­sätz­lich kei­ne Be­ar­bei­tungs­ge­büh­ren er­he­ben.

Betroffene haben laut Urteil des Bundesgerichtshofs Anspruch auf Rück­zahlung der Gebühren zumindest für alle seit Januar 2011 ge­schlos­se­nen Ver­trä­ge.

Seit heute, dem 28.10.2014 ist nun nach dem Urteil des Bun­des­ge­richts­hofes klar, dass die Banken und Sparkassen noch sehr viel mehr er­stat­ten müs­sen, denn auch für seit November 2004 bis 2011 ausgezahlte Kre­di­te müs­sen die Banken die unrechtmäßig ver­ein­nahm­ten Be­ar­bei­tungs­ge­büh­ren wieder erstatten.

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes beginnt die Verjährung für die Erstattungsforderungen nicht schon mit der Aus­zah­lung des Kredites, sondern erst Ende des Jahres 2011 - die Forderungen verjähren also nach dem 31.12.2014.

Für Rückforderungen von Bearbeitungsgebühren, die im November 2004 bis Ende Dezember 2004 von der Bank ver­ein­nahmt wur­den ist höchste Eile geboten, denn die absolute 10-jährige Verjährungsfrist läuft tag­ge­nau, d.h. ei­ne am 15.11.2004 ver­ein­nahmte Ge­bühr verjährt mit Ablauf des 15.11.2014!

Für alle bis Ende 2011 gezahlten Kredit­bearbeitungs­gebühren gilt: Die Er­stat­tungs­for­de­rung ver­jährt am Jah­res­en­de. Be­trof­fene soll­ten so­fort Er­stat­tung fordern und unver­züglich den Ombuds­mann oder einen Rechts­an­walt ein­schal­ten, wenn die Bank nicht recht­zei­tig re­a­giert.

Aufgrund der Aktualität der Entscheidung des Bundesgerichtshofes ist es nicht einfach, auf dem Stand der Din­ge zu blei­ben, des­we­gen könn­en wir Ihnen nur an die Hand geben, sich auf einschlägigen In­for­ma­tions­me­dien auf dem Lau­fen­den zu hal­ten.

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