• Zinssicherheit durch festehenden Zins bei Abschluß
  • Sonderzahlungen ohne Vorfälligkeitsentschädigung
  • Unterstützung durch Wohnungsbauprämie und ggf. Arbeitnehmersparzulage
  • Versicherung gegen steigende Bauzinsen

 

Die Bausparkassen suggerieren, dass sich ein Bausparvertrag für jeden und in jeder Situation lohnt - schließlich bieten sie die verschiedensten Tarife, mit dem Sie auf "alle" Wünsche des Kunden eingehen können. Jedoch gerade in einer Niedrigzinsphase, in der wir uns zur Zeit befinden, sollte genau überlegt werden, ob ein bereits vorhandener, angesparter Bausparvertrag überhaupt in die Finanzierung eingebracht werden soll.

Oder macht es überhaupt Sinn, in der augenblicklichen Situation einen neuen Bausparvertrag abzuschließen?

Bevor Sie in dieser Richtung aktiv werden, sollten sie sich jedoch einmal die Vor- und Nachteile des Bausparens anschauen

 

Nachteile beim Bausparen:

  • Schlechte Planbarkeit, da der Zuteilungstermin nicht garantiert werden kann/darf
  • bis zur Auszahlung nach Zuteilungsreife können ggf. noch mehrere Monate vergehen
  • Abschlussgebühren für den vermittelnden Vertreter (i.d.R. 1,0 - 1,6 % der Bausparsumme)
  • ggf. weitere Gebühren bei Inanspruchnahme des Darlehens (manchmal 0,5- 1,0 % des Bauspardarlehens)
  • hohe finanzielle Belastung wegen der kurzen Tilgungsdauer
  • teilweise obligatorischer Abschluss einer Restschuldversicherung
  • geringe Guthabenzinsen in der Ansparphase
  • ungeeignet bei kurzfristigem Immobilienwunsch
  • hohe Marktzinsen für Vorfinanzierung der Mindestansparsumme (sog. Schnellspartarife)
  • schlechte Transparenz, ohne aufwändige PC-Programme ist eine eigene Berechnung der echten Kosten meist nicht möglich

 

Vorteile beim Bausparen:

  • Kleine Darlehen für Reparaturen / Modernisierngen ohne Absicherung möglich
  • Entscheidung für oder gegen das Darlehen muss nicht sofort getroffen werden
  • Bei Darlehensverzicht Bonus bzw. Bonuszins, der die Guthabenverzinsung rentabler macht
  • Keine erstrangige Absicherung erforderlich, nachrangige Eintragung im Grundbuch genügt
  • die Höhe der Zinsen auf Guthaben und Darlehen stehen bereits bei Vertragsabschluss fest
  • Sonderzahlungen können ohne Vorfälligkeitszinsen geleistet werden
  • Bei niedrigem Einkommen staatliche Förderung (Wohnungsbauprämie / Arbeitnehmersparzulage) möglich

 

Alles in Allem ist der Abschluss eines Bausparvertrages aufgrund der unbekannten Entwicklung des Finanzmarktes immer ein Glücksspiel. Man bekommt zwar bereits bei Vertragsabschluss ein Darlehen zu einem festen Zinssatz garantiert, erhält jedoch als Gegenleistung nur eine niedrigere Guthabenverzinsung. Die feste garantierte Darlehensverzinsung ist jedoch nur dann günstig, wenn die Immobilienzinsen zwischen dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und der Darlehensauszahlung auf dem allgemeinen Markt konstant bleiben oder steigen. Dann hat man mit Sicherheit ein gutes Geschäft gemacht. Sinken die Kreditzinsen dagegen so kommt man im besten Fall mit einer Nullrunde davon.